Hämorriden sind ganz normale Gefäßpolster (Blutgefäße) im Bereich des Enddarms. Jeder Mensch hat sie – sie sind also zunächst nichts Krankhaftes.
👉 Erst wenn sie vergrößert, entzündet oder nach außen gedrückt sind, spricht man umgangssprachlich von „Hämorrhoiden“ als Problem.
Was sind Hämorriden genau?
Hämorriden sind ein Geflecht aus Blutgefäßen (Arterien und Venen) am Ausgang des Darms (After).
Ihre Aufgabe:
- Sie helfen dabei, den After dicht zu halten (feine Kontrolle von Gas und Stuhl)
- Sie unterstützen den Schließmuskel
Man kann sie sich wie kleine „weiche Polster“ vorstellen, die mit Blut gefüllt sind.
Wann werden Hämorriden zum Problem?
Wenn diese Gefäßpolster:
- sich vergrößern
- mehr Blut enthalten
- oder nach außen gedrückt werden
→ entsteht das, was medizinisch Hämorrhoidalleiden heißt.
Typische Symptome
- Juckreiz am After
- Blut am Toilettenpapier (meist hellrot)
- Schmerzen oder Brennen
- Gefühl, dass „etwas rauskommt“
- Nässen oder Schleim
Ursachen – warum entstehen sie?
Die häufigsten Gründe:
- Starkes Pressen beim Stuhlgang
- Verstopfung (Obstipation)
- Langes Sitzen (z. B. auf der Toilette)
- Schwangerschaft
- Übergewicht
- Bewegungsmangel
- Ballaststoffarme Ernährung
👉 Kurz gesagt: Alles, was den Druck im Bauch erhöht, kann Hämorriden vergrößern.
Stadien (wie schlimm es ist)
Ärzte teilen Hämorriden in 4 Grade ein:
- Grad 1: innen, nicht sichtbar
- Grad 2: kommen beim Pressen raus, gehen aber zurück
- Grad 3: müssen zurückgeschoben werden
- Grad 4: bleiben draußen → oft schmerzhaft
Was hilft dagegen?
Je nach Schwere:
Einfach & früh:
- Viel trinken
- Ballaststoffreiche Ernährung (z. B. Gemüse, Vollkorn)
- Nicht pressen
- Bewegung
Medizinisch:
- Salben / Zäpfchen
- Gummiband-Behandlung
- In schweren Fällen Operation
Einfaches Bild zum Merken:
👉 Hämorriden = „Dichtungs-Kissen im After“
👉 Problem = wenn diese Kissen zu groß oder gereizt werden
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